Weihnachtsgrüße senden an die Soldaten im Auslandseinsatz
Ich wünsch euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr, auch wenn ihr fernab der Heimat seid.
Macht das Beste draus, ich weiß wie das so ist
In Gedanken sind wir bei euch.
Frohes Fest
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Karina
ISAF-Mandatsverlängerung: Erste Lesung imBundestag
Die neuesten Beiträge über Minister, Staatssekretäre und Generalinspekteur fassen wir an dieser Stelle chronologisch geordnet zusammen.
Ältere Beiträge sind in unserem Archiv im Bereich „Service“ zu finden.
Beiträge aus dem Ministerium

Bundeskanzlerin dankt Soldatenfamilien
Ins Bundeskanzleramt hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14. Dezember Angehörige von Soldaten und Polizisten im Auslandseinsatz eingeladen. An der Veranstaltung, bei der Merkel sich für den Einsatz der Familien bedankte, nahmen auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Generalinspekteur General Volker Wieker und Innenminister Hans-Peter Friedrich teil.

Minister dankt für ehrenamtliches Engagement
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat jetzt ehrenamtlichen Mitarbeitern von Familienbetreuungszentren der Bundeswehr im Berliner Bendlerblock für ihr Engagement gedankt.

Die Neuausrichtung des Ministeriums
Bereits im Mai 2011 hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière festgelegt, dass das Verteidigungsministerium zukünftig neun Abteilungen mit rund 2.000 Dienstposten haben soll. Nachdem auch über die Aufgaben des Ministeriums und über die Struktur entschieden wurde, sind jetzt die Feinausplanungen vorgelegt worden. Daraus ergeben sich die Vorstellungen des Ministers wie die Dienstposten konkret auf die Abteilungen, Unterabteilungen und Referate sowie auf die Dienstsitze verteilt werden sollen. Heute ist hierzu das Beteiligungsverfahren eingeleitet worden. Über die Personalvertretungen besteht bis zum Abschluss des Beteiligungsverfahrens die Möglichkeit sich einzubringen und Änderungsvorschläge zu machen.

Teil 1: Ausgangslage
Grundlage für die Neuorganisation des Verteidigungsministeriums sind die in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) beschriebenen Grundsätze. Die Aufbauorganisation ist auf die Funktion des Ministers als Mitglied des Bundeskabinetts und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte ausgerichtet.

Teil 2: Die Feinausplanung
Nachdem die Aufgaben des Ministeriums bestimmt, die Anzahl der dafür insgesamt benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt und die Struktur entschieden worden sind, galt es in einem nächsten Schritt festzulegen, wie sich die Dienstposten konkret auf die Abteilungen, Unterabteilungen und Referate verteilen. Im Einzelnen ist die Verteilung der Dienstposten wie folgt vorgesehen.

Teil 3: Verteilung auf die beiden Dienstsitze
Das Verteidigungsministerium wird künftig auf die ministeriellen Kernaufgaben konzentriert. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben unterstützt den Minister in seinen Funktionen als Mitglied der Bundesregierung, Spitze des Ressorts und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.

Änderung der Erschwerniszulagenverordnung bringt Verbesserungen
Die Bundesregierung hat am 30. November 2011 Änderungen der Erschwerniszulagenverordnung beschlossen. Damit können deutliche Verbesserungen für bestimmte Angehörige der Marine, der Feldjägertruppe und der Sicherheitsdienste in Kraft treten.

De Maizière traf italienischen Amtskollegen
Verteidigungsminister Thomas de Maizière empfing am 29. November seinen italienischen Amtskollegen Giampaolo Di Paola zu einem formellen Besuch in Berlin.

Wolf: Haushalt 2012 hat Zahlreiche Verbesserungen
Der Bundestag hat in der vergangenen Woche den Bundeshaushalt verabschiedet und somit auch den Wehretat für kommendes Jahr beschlossen. Vorausgegangen waren intensive parlamentarische Beratungen – auch im Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des Bundestages. Staatssekretär Rüdiger Wolf, in der Leitung des Verteidigungsministeriums auch für Finanzen zuständig, sprach mit aktuell über den Haushalt 2012.

Bundeshaushalt 2012 beschlossen
Am 25. November verabschiedete der Deutsche Bundestag den Bundeshaushalt 2012. Im Einzelplan 14 (Verteidigung) sind für die Bundeswehr 31,9 Milliarden Euro vorgesehen.
Video: Ein Song für Einsatzsoldaten

Ausgewählte Video-Beiträge von bwtv, den Einsatzkameratrupps und aus dem YouTube-Channel der Bundeswehr mit Hintergründen zum jeweiligen Thema.

Video: Ein Song für Einsatzsoldaten
Die deutsche Rockband M*Bates tourte dieses Jahr durch die Feldlager in Afghanistan und gab Konzerte für die ISAF-Soldaten. Dabei entstand das offizielle Musikvideo zu ihrem brandneuen Song „Immer Wieder“. (16. Dezember 2011)

Video: Wasser für Camp Marmal
Mehr als 3.000 Soldaten sind im Camp Marmal im nordafghanischen Masar-i Scharif stationiert. Sie in einer Wüstenregion mit Wasser zu versorgen ist eine Herausforderung. Soldaten des einzigen Bohrzuges der Bundeswehr haben den Auftrag zusätzliche Brunnen zu bohren, denn durch die stetige Vergrößerung des Camps steigt der Bedarf an Wasser. (22. November 2011)

Video: Der Boxer in Afghanistan
Eingeflogen per Lufttransport, ist das neue gepanzerte Transportfahrzeug Boxer inzwischen bei der Truppe in Afghanistan im harten Einsatz. (17. November 2011)

Video: Übergabe in Verantwortung
In Nordafghanistan trainieren Soldaten der Bundeswehr ihre afghanischen Kameraden. Diese sollen künftig die Verantwortung für die Sicherheit in ihrem Land tragen. (15. November 2011)

Video: Verstärkung auf Abruf
Seit Anfang August sind die rund 650 deutschen und österreichischen Soldaten der Verstärkungskräfte für den Balkan, des ORF-Bataillons, im Kosovo im Einsatz. (8. November 2011)

Video: Am Brennpunkt des Kosovo
Nach wie vor ist die Kosovo Force der NATO im Balkanstaat präsent – aus gutem Grund, wie die Unruhen im September zuletzt bewiesen. (11. Oktober 2011)

Video: Training für den scharfen Einsatz
90 Kilometer vom Feldlager Masar-i Scharif entfernt hat die Bundeswehr in weniger als vier Monaten den Außenposten in Hazrat-e Sultan aufgebaut. 170 deutsche Soldatinnen und Soldaten sind hier stationiert. Gleich neben dem deutschen Außenposten ist auch ein neues afghanisches Camp entstanden. (27. September 2011)

Video: Rocken für „Lachen helfen“
Im Projekt „Rocken für… Lachen helfen“ engagieren sich deutsche Soldaten und Polizisten für Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten. Bei einem Rock-Konzert im Feldlager in Masar-i Scharif ging es vor allem um Unterhaltung, aber auch um Spenden für das Hilfsprojekt. (15. September 2011)

Video-Reportage: Retten im Gefecht
Die Ärzte der Bundeswehr sind zugleich Mediziner und Soldat. Das prägt ihre Arbeit – vor allem im Afghanistan-Einsatz. (30. August 2011)

Video: Hubschrauber per Luftfracht
Landeanflug auf Masar-i Scharif in Nordafghanistan. Das Transportflugzeug hat eine ganz besondere Fracht an Bord: einen kompletten Hubschrauber. (4. August 2011)

Video: Umgang mit Sprengfallen
Auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken in der Rhön gibt es das bislang einzige Übungsgelände in Deutschland, auf dem der Umgang mit tödlichen Sprengfallen trainiert werden kann. (6. Juli 2011)

Video: Porträts aus dem Afghanistaneinsatz
Fünf Soldaten berichten mit Blog-Einträgen aus dem Einsatz in Afghanistan. Aus verschiedenen Teilen des Landes bieten sie damit einen Einblick in den Einsatzalltag der deutschen ISAF-Soldaten. (16. Juni 2011)

Video: Talokan – im Visier von Extremisten
Doch unter die Demonstranten und Trauernden mischen sich Extremisten – wiegeln die Masse auf: Die Situation eskaliert. Eine Bestandsaufnahme nach den Ereignissen. (7. Juni 2011)

Video: Trauerfeier für gefallene Soldaten
Vertreter aus Politik und Bundeswehr haben gemeinsam mit Angehörigen und Freunden Abschied genommen von drei in Afghanistan gefallenen deutschen Soldaten. (6. Juni 2011)
Video: Warum der Einsatz in Afghanistan?
Warum engagieren sich deutsche Soldaten seit so vielen Jahren in Afghanistan? Warum wird unsere Freiheit auch rund 5.000 Kilometer entfernt am Hindukusch verteidigt? Was macht die Bundeswehr eigentlich konkret in Afghanistan? Verteidigungsminister Thomas de Maizière gibt Antworten.

Video: Die Einsatzkompanie in Kosovo
Die Lage in Kosovo scheint ruhig zu sein. Doch noch immer kann es zu Ausschreitungen zwischen Serben und Albanern kommen. Die deutsche Einsatzkompanie der Kosovo Force soll dieses verhindern. (17. Mai 2011)

Video: Heron hat alles im Blick
Über den deutschen Soldaten in Afghanistan kreist ein wachsames Auge am Himmel: die Aufklärungsdrohne Heron. (28. April 2011)

ARD-Video: Papa ist im Krieg
Knapp 5.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten befinden sich im Frühjahr 2011 im Afghanistaneinsatz. Darunter Daniel W., Ferhat A. und Corinna K. aus der Clausewitz-Kaserne Nienburg (Weser). (14. April 2011)

Video: Gemeinsamer Einsatz, nachhaltiger Erfolg
Die Provinz Baghlan ist neben Kundus das wichtige Operationsgebiet der Bundeswehr. Hier unterstützen deutsche Soldaten die afghanische Armee und Polizei im Kampf gegen die Taliban. Das Frühjahr wird entscheiden, ob das Erreichte nachhaltig ist. (7. April 2011)

Video: Die Operation Active Endeavour
Seit 2001 unterstützen Einheiten der Deutschen Marine im Rahmen der Operation Active Endeavour (OAE) im Mittelmeer die Seeraumüberwachung und die Terrorismusbekämpfung. (10. März 2011)

Video: Boxenstopp in Dschibuti
Morgens um halb zehn im Golf von Aden: Langsam läuft die Fregatte Hamburg in den Hafen von Dschibuti ein. (9. März 2011)

Video: Operation Pegasus abgeschlossen
Kritische Situation in Libyen: Diktator Muammar al-Gaddafi geht gegen sein eigenes Volk vor. Die Lage vor Ort wird zusehends unsicherer – die Sicherheit deutscher Staatsbürger kann nicht mehr gewährleistet werden. Die Bundeswehr wird eingesetzt, um EU-Bürger und Deutsche zu evakuieren. (7. März 2011)

Video: Trauerfeier in Regen
Mit einer bewegenden Trauerfeier im bayerischen Regen haben am 25. Februar Angehörige, Bundeswehr und Öffentlichkeit dreier gefallener Soldaten gedacht. (28. Februar 2011)

Video: Gemeinsam gegen Piraten
Im Rahmen der EU-geführten Mission Atalanta arbeiten deutsche und estnische Soldaten zum ersten Mal zusammen. Ihr Auftrag besteht darin, Schiffe vor Angriffen von Piraten zu schützen. Dazu ist ein estnisches Vessel-Protection-Team auf der Fregatte Hamburg stationiert. (17. Februar 2011)

Video: Die EUFOR-Mission in Bosnien
Zwischen 1992 und 1995 lieferten sich bosnische Serben, Kroaten und Bosnier blutige Auseinandersetzungen im Bürgerkrieg in Jugoslawien. Die USA konnten die Konfliktparteien dazu bewegen, den Friedensvertrag von Dayton zu unterzeichnen. Um den Frieden zu bewahren, beteiligen sich auch deutsche Soldaten an der EUFOR-Mission in Bosnien. (16. Februar 2011)

Video: Die UNIFIL-Mission in Nahost
Im Jahr 2006 kam es zur offenen Konfrontation zwischen dem Libanon und Israel. Infolge des sogenannten zweiten Libanonkriegs beschlossen die Vereinten Nationen die Einrichtung einer Blauhelm-Mission. Die Resolution 1701 legte die Grundlage für die United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL). Deutsche Einheiten sind seit Beginn der Mission daran beteiligt. (16. Februar 2011)

Video: Die Kosovo Force
Mit rund 8.000 Soldaten aus gut 30 Ländern ist die Kosovo Force (KFOR) nach wie vor in Kosovo präsent. Sie leistet im Auftrag der Vereinten Nationen einen militärischen Beitrag zur Stabilisierung der Region. (9. Februar 2011)

Video: Die Mission Atalanta
Um das Horn von Afrika herrscht dichter Verkehr. Die Seewege sind voller Passagier- und Frachtschiffe – ein „gefundenes Fressen“ für Piraten. Sie sind auf Beute und Lösegeld aus und attackieren die Schiffe. Die Anti-Piraterie-Mission der EU soll die Seewege sicherer machen. An der Operation beteiligt sich auch Deutschland. (4. Februar 2011)

ARD-Video: Interkulturelle Kompetenz – einander verstehen
Menschliche Gesten haben nicht in jedem Kulturkreis dieselbe Bedeutung. Was in Mitteleuropa als Zeichen der Zustimmung gilt, kann beispielsweise in Afghanistan eine schwere Beleidigung sein. (4. Februar 2011)

Video: Das Afghanistan-Mandat
Deutschland engagiert sich als Teil der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan, um zu verhindern, dass das Land wieder zum Rückzugsraum internationaler Terroristen wird. (28. Januar 2011)

Video: Präsenz schafft Vertrauen
Vertrauen schaffen und Stärke zeigen: deutsche und afghanische Soldaten gemeinsam unterwegs im Norden Afghanistans. Im Notfall können die Bundeswehrsoldaten auch mit der Panzerhaubitze 2000 Rückendeckung geben. (3. Januar 2011)
Das Weihnachtstagebuch der Familie M.
Bei Familie M. in Uelzen dreht sich, wie in allen Familien, derzeit alles um Weihnachten. Geschenke werden verpackt, Päckchen verschickt, Plätzchen gebacken, der Baum geschmückt. Nur eines ist bei Familie M. anders: Der Vater packt nicht mit an; er ist Soldat und in Afghanistan im Einsatz.
- Dienstag: Papas Paket
- Sonntag: Geburtstag ohne Papa
Nadine M. schreibt in kurzen Tagebucheinträgen auf, wie sie die Vorweihnachtszeit zusammen mit den drei Kindern erlebt. „Wir halten fest zusammen und machen das Beste daraus
“, sagt sie. Aber einfach sei es nicht.
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Dienstag: Papas Paket
Gestern war Franziska beim Reiten. Heute hatte Julian sein Fußballtraining. Beide sind begeistert bei der Sache. Franziska hat inzwischen gute Fortschritte gemacht. Seit kurzem beherrscht sie sogar den Galopp. Das erzählt sie ihrem Papa immer ganz stolz. Julian spielt in der Spielgemeinschaft hier in der Region. Holger ist dort auch Trainer. Er trainiert eine der Jugendmannschaften. Früher hat er selbst gespielt. Seit seiner Knie-Operation geht das nicht mehr.
Als wir heute Nachmittag nach Hause kamen, gab es eine schöne Überraschung. Das Weihnachtspäckchen von Papa stand vor der Garage. Die Nachbarn hatten es angenommen und dort hingestellt. Der große Weihnachtsmann-Aufkleber war sofort das sichere Zeichen, dass da die Geschenke drin sind. Holger kauft die Geschenke für uns im Marketender im Feldlager. Da soll es eine große Auswahl geben. Besonders Lennart war ganz aus dem Häuschen. Ich musste das Päckchen sofort verstecken. Denn es darf erst an Heiligabend geöffnet werden. Das stand extra groß auf dem Paket.
Für die Kinder ist das noch lange hin. Ich habe aber den Eindruck, die Zeit rast. Ich muss noch alle Geschenke verpacken und den Baum schmücken. Das liegt mir ja gar nicht. Normalerweise übernimmt mein Mann diese Geduldsaufgaben. Immerhin, er will mir telefonisch assistieren. Mal sehen, wie das klappt.
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Sonntag: Geburtstag ohne Papa
Diesem Tag hat sie richtig entgegengefiebert. Acht Jahre alt ist sie heute geworden, und es ist schön, ihre noch immer kindliche Freude zu sehen. Besonders als das Geschenk von Papa ankam. Die Tage, bis sie es öffnen konnte, wurden für sie zur Qual.
Heute endlich war es soweit. Schon früh um 6 Uhr ist Franziska aufgestanden, hat die ersten Geschenke geöffnet und dann haben wir alle zusammen gefrühstückt. Das größte Geschenk, ein neues Fahrrad und auch das Päckchen von Papa, hat sie sich dann aber doch für nach dem Frühstück aufgehoben.
Am Nachmittag kam die Familie, also beide Großeltern. Die Stimmung war prima. Franziska hat gesagt: „Es ist so ein schöner Tag heute. Schade nur, dass Papa nicht dabei ist
.“ Aber dann hat er angerufen und hat seiner Tochter gratuliert, Witzchen gemacht und beide haben viel gelacht. Papa hat eben immer gute Laune; von Heimweh keine Spur. Jedenfalls lässt er sich nichts anmerken.
Wir versuchen auch immer, das Beste aus der Situation zu machen, manchmal fällt das allerdings schon schwer.
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Ablösung für ORF-Bataillon verlegt in den Einsatz

Seit mehr als zehn Jahren hat die Kosovo Force (KFOR) den Auftrag, ein multi-ethnisches, friedliches, rechtsstaatliches und demokratisches Umfeld mit aufzubauen und dies militärisch abzusichern.
Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 hat die NATO beschlossen, dass die internationale Truppe weiterhin im Land bleiben soll. Grundlage hierfür ist nach wie vor die Resolution 1244 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.
Im Juni 2008 einigte sich die NATO auf neue Aufgaben. KFOR wird zukünftig primär die Entwicklung von professionellen, demokratischen und multi-ethnischen Sicherheitsstrukturen überwachen und dabei eng mit lokalen Autoritäten und internationalen Organisationen zusammenarbeiten.
Video: Die Kosovo Force
Mit rund 8.000 Soldaten aus gut 30 Ländern ist die Kosovo Force (KFOR) nach wie vor in Kosovo präsent. Sie leistet im Auftrag der Vereinten Nationen einen militärischen Beitrag zur Stabilisierung der Region.
KFOR einst und jetzt

Der Weg zur KFOR
Juni 1999: Der Krieg als Mittel der Politik ist nach Europa zurückgekehrt. Die Vereinten Nationen und die NATO greifen ein. Es schlägt die Geburtsstunde der Kosovo Force (KFOR). Seitdem zeigt sie im Kosovo Flagge und leistet ihren Beitrag zur Sicherheit im Land und in der Region.

Die Kosovo Force heute
Mit aktuell rund 6.200 Soldaten (normal sind circa 5.500 Kräfte) aus gut 30 Ländern ist die Kosovo Force (KFOR) nach wie vor im Kosovo präsent. Sie leistet im Auftrag der Vereinten Nationen einen militärischen Beitrag zur Stabilisierung der Region.

Exkurs: Weitere internationale Präsenz
Sicherheit und Stabilität sind mit militärischen Mitteln allein nicht dauerhaft zu gewährleisten. Entsprechend sind zahlreiche Organe ziviler Organisationen im Kosovo tätig.

Kosovo: Geschichte und Landeskunde
Zwar hat der Zusammenbruch der sozialistischen Republik Jugoslawien 1992 den Kosovo-Konflikt so weit eskalieren lassen, dass die internationale Gemeinschaft sieben Jahre später auch militärisch eingreifen musste, doch sind seine Wurzeln sehr viel älter.
KFOR im Bild

Einsätze: Kosovo – 10 Jahre KFOR
Seit zehn Jahren leisten Soldaten der Bundeswehr Dienst bei der Kosovo Force. Umfang und Auftrag haben sich gewandelt, das Ziel bleibt: Frieden und Stabilität für das Kosovo und die Region. (11. Juni 2009)
Links zum Thema
- KFOR online (englisch)
- Einsatz der Bundeswehr im Kosovo (KFOR)
- Rechtsgrundlagen zum Einsatz der Bundeswehr im Kosovo
- Chronologie des Einsatzes im Kosovo (KFOR)
- Antworten auf Fragen zum Einsatz im Kosovo
- Das Kosovo – Infos des MGFA
- Das Kosovo in der deutschen Außenpolitik
Fracht geht von der See auf die Schiene
Das Löschen der Ladung eines Frachtschiffes ist auch für die Spezialisten der Streitkräftebasis nicht alltäglich. Mehrere Verfahren müssen dabei reibungslos ineinander greifen, wenn es heißt: Von der See auf die Schiene.
Stabsbootsmann Christian Ludwig, Betriebszugführer des Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst, ist voll in seinem Element: „Wir schlagen die nächsten Tage Material einer Flugabwehrraketengruppe um, die die vergangenen Monate für Schießübungen auf Kreta war. Für uns als Hafenumschlagkompanie ein echter Höhepunkt“, erklärt er. Die letzten Wochen hat er mit der Vorbereitung zugebracht, denn das Besondere ist, dass das Material vom Schiff auf die Schiene umgeschlagen wird. Dazu wurden vorher bereits Container vom so genannten Wetterdeck an einer anderen Pier der slowenischen Hafenstadt Koper abgeladen – gelöscht, wie man in Seemannskreisen sagt – und nun folgen mehr als 250 Radfahrzeuge, vom Geländewagen bis zum Startgerät für Lenkflugkörper.
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RoRo-Schiffe für militärische Fracht
Das Frachtschiff „Ark Forwarder“ legt an und öffnet seine riesige Frachtluke am Heck. „Das ist ein RoRo-Schiff“, erklärt der Stabsbootsmann, „Roll on – Roll off heißt, das Fahrzeuge über die Luke auf eigener Achse auf- und abfahren können.“ Der Frachter ist mit 185 Metern Länge ein mittelgroßes Schiff. Er fasst rund 2.700 Lanemeter, eine spezielle Einheit, mit der Ladevolumen gemessen wird. Ein Lanemeter entspricht dem laufenden Meter einer Ladespur (Lane) von rund drei Metern Breite. Auf drei Decks verteilt stehen die Fahrzeuge dicht an dicht, so dass buchstäblich kein Blatt Papier dazwischenpasst.
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Klare Anweisungen erforderlich
Das Abladen beginnt auf dem Mitteldeck. Ludwig führt ab jetzt vorrangig mit Sichtzeichen und Stimme – im Regelfall mit Funkgerät und mit lauten klaren Anweisungen. „Wir haben uns einen Plan erstellt, in welcher Reihenfolge die Fahrzeuge auf die Eisenbahnwaggons gefahren werden. Daher fahren wir alle zunächst auf eine etwa 15.000 Quadratmeter große Fläche“, erklärt er den weiteren Ablauf. Nach und nach fahren die Kraftfahrer die Fahrzeuge aus dem Schiff. Das Können jedes Einzelnen in diesem Team aus Spezialisten der Streitkräftebasis ist nun gefordert: Denn ein Bus droht, auf der Hilfsrampe aufzusetzen – Millimeterarbeit für Fahrer und Einweiser. „Zwei Drittel meiner Frauen und Männer machen das hier zum ersten Mal, für sie ist das eine echte Bewährungsprobe“, betont Ludwig und gibt nebenbei Anweisungen per Funk an den „Vorstauflächen-Beauftragten“, Oberfeldwebel Stefan Fleischhauer.
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Gelungene Koordination
Dieser muss die Fahrzeuge im Hafenbereich in einer festgelegten Reihenfolge so positionieren, dass sie später hintereinander flüssig auf die Güterwaggons gefahren werden können. „Icke, mach hin“, ruft Ludwig seinem Ablaufoffizier, Oberbootsmann Sebastian Schwericke zu. Der Brandenburger ist für den Transfer der Kraftfahrer zuständig. Und Verzug darf es beim Abladen nicht geben. Denn die schwedische Reederei „steht der Truppe schon im Nacken“, der nächste Auftrag für die Schiffsbesatzung wartet schon – und insbesondere im Seeverkehr gilt: Zeit ist Geld.
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Auf die Eisenbahn
Fregattenkapitän Kai Brodowski vom Logistikzentrum der Bundeswehr (LogZBw) lässt sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen. Er weiß, dass die gut ausgebildeten Soldaten die Ladung in der geplanten Zeit löschen werden. Schon nach einer Stunde ist das Mitteldeck fast leer und in der Mitte schiebt sich eine Rampe nach unten. Jetzt können die Fahrzeuge parallel hinaus gefahren werden – ähnlich wie auf einer zweispurigen Autobahn. Kurz danach wird noch die Rampe vom Wetterdeck hinuntergefahren. Jetzt kommen die Wagen zügig aus drei Ebenen. Rund vier Stunden später ist das Schiff komplett leer und Ludwig stolz: „Das habt ihr gut gemacht“, lobt der Stabsbootsmann seine rund vierzigköpfige Mannschaft. Für heute ist erstmal Schluss, im Zelt gibt der Spieß Kaffee und Würstchen aus.
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Zusammenarbeit – auch international
Am nächsten Morgen geht es im wenige hundert Meter entfernten Gleisbereich weiter. War es gestern noch eine überschaubare Zahl an Kontaktpersonen, kommen nun weitere Ansprechpartner dazu: Ein deutscher Bahnbeauftragter, ein Wagenmeister der slowenischen Eisenbahn und Eisenbahnumschlag-Spezialisten vom LogZBw. „Alles Platzhirsche – da darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, betont Ludwig. Doch das Verladen auf die Bahn läuft gut an. „Die Slowenen haben extra eine Rampe auf die speziellen Anforderungen unserer Fahrzeuge angepasst“, erklärt Brodowski und fügt hinzu, dass Slowenien als so genannte „Host Nation“ sehr kooperativ war – vom Transfer der Soldaten vor Ort bis zum Aufstellen eines Zeltes im Hafen, das als Kompaniegefechtsstand fungiert.
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Der 20-Tonnen-Kran
Eine echte Herausforderung ist kurz darauf das Verladen eines 20-Tonnen-Krans. Denn dieser ist zu schwer und darf nicht wie die anderen Fahrzeuge über die einzelnen Glieder des Güterzugs rangiert werden. Daher wird am Nebengleis ein Einzelwagen bereitgestellt, die Rampe umgekoppelt und einige Minuten später steht der Kran, geführt vom besten Kraftfahrer der Kompanie, auf dem Waggon in Position – verkeilt und verzurrt. Nur leider lassen sich die Bordwände nicht hochklappen: „Wir haben einen Showstopper“, heißt es in dem Moment, als die Verantwortlichen die Köpfe zusammenstecken. „Die Wagenmeister nehmen uns den Waggon so nicht ab“, sagt Ludwig mit einem leicht angestrengten Gesichtsausdruck. Doch die gewieften „Troubleshooter“ kriegen das Problem schnell in den Griff: Nachdem der Kran mit Ketten diagonal verzurrt ist, ordnen die slowenischen Eisenbahner kurzerhand an, dass die überstehenden Bordwände abmontiert werden. So steht das erste mehrere hundert Meter lange „Marschband“ und ist abfahrbereit. „Wir sind damit absolut im Soll“, erklärt der stellvertretende Kompaniechef, Oberleutnant Thomas Karstens. Und er wünscht sich, dass das weitere Verladen in den nächsten Tagen so komplikationslos weitergeht.
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Kosovo: Zwei deutsche Soldaten bei Verkehrsunfall verletzt

Seit mehr als zehn Jahren hat die Kosovo Force (KFOR) den Auftrag, ein multi-ethnisches, friedliches, rechtsstaatliches und demokratisches Umfeld mit aufzubauen und dies militärisch abzusichern.
Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 hat die NATO beschlossen, dass die internationale Truppe weiterhin im Land bleiben soll. Grundlage hierfür ist nach wie vor die Resolution 1244 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.
Im Juni 2008 einigte sich die NATO auf neue Aufgaben. KFOR wird zukünftig primär die Entwicklung von professionellen, demokratischen und multi-ethnischen Sicherheitsstrukturen überwachen und dabei eng mit lokalen Autoritäten und internationalen Organisationen zusammenarbeiten.
Video: Die Kosovo Force
Mit rund 8.000 Soldaten aus gut 30 Ländern ist die Kosovo Force (KFOR) nach wie vor in Kosovo präsent. Sie leistet im Auftrag der Vereinten Nationen einen militärischen Beitrag zur Stabilisierung der Region.
KFOR einst und jetzt

Der Weg zur KFOR
Juni 1999: Der Krieg als Mittel der Politik ist nach Europa zurückgekehrt. Die Vereinten Nationen und die NATO greifen ein. Es schlägt die Geburtsstunde der Kosovo Force (KFOR). Seitdem zeigt sie im Kosovo Flagge und leistet ihren Beitrag zur Sicherheit im Land und in der Region.

Die Kosovo Force heute
Mit aktuell rund 6.200 Soldaten (normal sind circa 5.500 Kräfte) aus gut 30 Ländern ist die Kosovo Force (KFOR) nach wie vor im Kosovo präsent. Sie leistet im Auftrag der Vereinten Nationen einen militärischen Beitrag zur Stabilisierung der Region.

Exkurs: Weitere internationale Präsenz
Sicherheit und Stabilität sind mit militärischen Mitteln allein nicht dauerhaft zu gewährleisten. Entsprechend sind zahlreiche Organe ziviler Organisationen im Kosovo tätig.

Kosovo: Geschichte und Landeskunde
Zwar hat der Zusammenbruch der sozialistischen Republik Jugoslawien 1992 den Kosovo-Konflikt so weit eskalieren lassen, dass die internationale Gemeinschaft sieben Jahre später auch militärisch eingreifen musste, doch sind seine Wurzeln sehr viel älter.
KFOR im Bild

Einsätze: Kosovo – 10 Jahre KFOR
Seit zehn Jahren leisten Soldaten der Bundeswehr Dienst bei der Kosovo Force. Umfang und Auftrag haben sich gewandelt, das Ziel bleibt: Frieden und Stabilität für das Kosovo und die Region. (11. Juni 2009)
Links zum Thema
- KFOR online (englisch)
- Einsatz der Bundeswehr im Kosovo (KFOR)
- Rechtsgrundlagen zum Einsatz der Bundeswehr im Kosovo
- Chronologie des Einsatzes im Kosovo (KFOR)
- Antworten auf Fragen zum Einsatz im Kosovo
- Das Kosovo – Infos des MGFA
- Das Kosovo in der deutschen Außenpolitik
Video: Schneller Adler rettet aus der Not – Teil 2
Stendal, 13.12.2011, YouTube Bundeswehr.
Im Frühjahr 2011 wurden bei der Operation Pegasus 262 westliche Staatsbürger, darunter 125 Deutsche, von Soldaten der Division Spezielle Operationen aus dem Krisengebiet Libyen evakuiert. Solche Einsätze müssen geübt werden. An der Übung „Schneller Adler“ sind über 1.100 Soldaten beteiligt. Sie sollen 450 deutsche Staatsbürger aus einem drohenden Bürgerkrieg zu retten.
Teil 1
Ein Kamerateam hat die Fallschirmjäger des Alpha-Zuges einen Tag begleitet. In der Forward Operation Base (FOB) Stendal, eine Art Basislager der Bundeswehr im Einsatzland, müssen die Soldaten innerhalb von 45 Minuten verlegebereit sein.
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Schneller Adler rettet aus der Not – Teil 1 (Flash), Flash/FLV, 420×260
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Teil 2
Aufgrund der Witterungsverhältnisse ist ein Einsatz von Hubschraubern nicht möglich. Die Soldaten auf ihre Mungos auf. Per Fähre verlegt der Zug über die Elbe. Auf der anderen Seite ist Milizengebiet der NRP. Vorsicht ist geboten. Die Soldaten müssen den Sammelpunkte für die deutschen Staatsbürger sichern.
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Schneller Adler rettet aus der Not – Teil 2 (Flash), Flash/FLV, 420×260
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Afghanische Kräfte für afghanische Sicherheit
Berlin, 15.12.2011, Bundesregierung.
„Übergabe in Verantwortung“ lautet das Leitmotiv der deutschen Afghanistanpolitik. Besondere Bedeutung hat dabei der Aufbau einsatzbereiter afghanischer Sicherheitskräfte. Auch die Bundeswehr engagiert sich dabei maßgeblich beim Aufbau der Armee.
Der Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte verläuft weiter erfolgreich und planmäßig. Sie erreichten im Oktober 2011 eine Personalstärke von 305.600 Mann und sind auf dem Weg, die nötige Stabilität für Aufbau und Entwicklung in Afghanistan zu schaffen.
Die Erfahrungen zeigen, dass es langfristig nur mit afghanischen Strukturen gelingen kann, nachhaltig und dauerhaft ein sicheres Umfeld in Afghanistan zu gewährleisten. Der internationale Beitrag kann dabei Rahmenbedingungen setzen und Starthilfe leisten, um so die Voraussetzungen für die Verantwortungsübernahme durch die afghanische Regierung zu schaffen. Erklärtes Ziel der internationalen Gemeinschaft und der afghanischen Regierung ist es, dass Afghanistan bis Ende 2014 selbst in der Lage ist, für seine Sicherheit zu sorgen.
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Qualität gewinnt an Bedeutung
Die geplante Sollstärke der afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) wird 2012 erreicht. Das Security Standing Committee (SSC) des zur Koordinierung der Geber und der afghanischen Regierung eingerichteten Joint Coordination and Monitoring Board (JCMB) beschloss im Juni 2011 den Aufwuchs der Sicherheitskräfte auf insgesamt 352.000 Mann bis Oktober 2012. Die Zielgröße der Afghan National Army (ANA) beträgt 195.000, die der Afghan National Police (ANP) 157.000.
In der gemeinsamen Bewertung der afghanischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft wird Afghanistan damit über ausreichend Sicherheitskräfte verfügen, um die Sicherheitsverantwortung im Land eigenständig wahrzunehmen. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der rein zahlenmäßige Aufwuchs an Kräften nicht ausreichen wird, um den derzeitigen und absehbaren Herausforderungen gerecht zu werden.
Für die afghanische Armee bedeutet dies, dass die Qualität der Kräfte bezüglich Führung, Ausbildung, Ausstattung und Einsatzwert zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Fokus der internationalen Gemeinschaft wird sich daher zunehmend vom quantitativen Aspekt hin zur Qualitätssteigerung verlagern müssen. Es ist notwendig, die afghanischen Streitkräfte über die schon bestehenden, in erster Linie infanteristischen Fähigkeiten hinaus mit höherwertigen Fähigkeiten – insbesondere der Führung, Einsatz‐ und Kampfunterstützung – auszustatten und das Personal besser zu qualifizieren.

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Die deutschen Schwerpunkte
Deutschland konzentriert sich bei seiner Unterstützung für die afghanische Armee auf das im Norden stationierte 209. ANA-Korps, die Pionierschule in Masar‐i Scharif und die Logistikschule in Kabul. Der Aufwuchs des 209. Korps im Verantwortungsbereich des von Deutschland geführten Regionalkommandos Nord wird 2012 wie geplant fortgesetzt.
Von den 29 Verbänden des 209. Korps sind 20 Verbände bereits aufgestellt. Sechs weitere Verbände folgen 2012 und die Aufstellung der restlichen drei Verbände ist für 2013 geplant. In der nationalen Bewertung sind rund 80 Prozent der bereits aufgestellten Verbände dieses Korps schon jetzt in der Lage, selbstständig oder mit Unterstützung durch ISAF‐Mentoren ihre Operationen durchzuführen.
2011 wurde der erste afghanische Verband im 209. Korps durch ISAF zur eigenständigen Operationsführung zertifiziert. Insbesondere im Bereich der Qualifikation und Qualität der Offiziere und Unteroffiziere bedarf es trotz aller bereits erzielter Fortschritte noch weiterer Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft.
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Hilfe auch beim Aufbau der Polizei
Auch beim Polizeiaufbau bleibt das Ziel des internationalen Engagements die Schaffung von Strukturen, die Afghanistan bis Ende 2014 in die Lage versetzen sollen, die Sicherheitsverantwortung im gesamten Land zu übernehmen.
Deutschland beteiligte sich daran auch 2011 mit bis zu 200 Polizeibeamten im Rahmen des bilateralen Polizeiprojekts (German Police Project Team, GPPT), mit bis zu 60 Polizeiexperten an 
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Übergabe bislang erfolgreich
Im Juli 2011 hat die afghanische Regierung damit begonnen, die Sicherheitsverantwortung für ihr Land selbst zu übernehmen. Bis Ende 2014 soll diese Transition abgeschlossen sein: Afghanistan wird dann seine volle Souveränität erlangen. Dieses Ziel hat Präsident Karsai zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im November 2009 formuliert.
Vereinbart wurde der Übergangsprozess zwischen afghanischer Regierung und internationaler Gemeinschaft bei der Kabul‐Konferenz im Juli 2010 und beim NATO‐Gipfel von Lissabon im November 2010. Diese Beschlüsse werden nun in den ersten Distrikten und Städten Afghanistans umgesetzt. Schrittweise übernehmen die afghanischen Sicherheitskräfte derzeit in einem Drittel des Landes und für die Hälfte der afghanischen Bevölkerung die Sicherheitsverantwortung.
Der bisherige Verlauf der Transition ist erfolgreich: Eine Verschlechterung der Sicherheitslage ist nicht eingetreten. Parallel zum Übergabeprozess, der an das Erreichen bestimmter Voraussetzungen in Sicherheit, Regierungsführung und Entwicklung geknüpft ist, findet eine Anpassung des Engagements der internationalen Gemeinschaft statt. Das ermöglicht erste Reduzierungen auch des deutschen militärischen Engagements in Afghanistan.
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Ein Ausblick
Die Transition wird die internationale Präsenz in Afghanistan verändern. Mit dem Abzug der internationalen Truppen bis Ende 2014 wird der Schwerpunkt des Engagements insgesamt ziviler werden. Es ist allerdings absehbar, dass ein militärischer Beitrag der internationalen Gemeinschaft zur fortgesetzten Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte auch nach 2014 erforderlich sein wird.
Daraus wird sehr wahrscheinlich eine ISAF‐Folgemission entstehen, die allerdings wesentlich kleiner als ISAF sein und über keinen Kampfauftrag verfügen wird. Die Bundesregierung ist sich in diesem Zusammenhang ihrer Verantwortung gegenüber Afghanistan und dem Bündnis bewusst und wird den Bundestag laufend über die entsprechende Debatte im Bündnis informieren.
Die NATO‐ und ISAF-Außenminister haben am 8. Dezember 2011 – kurz nach der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn – in Brüssel über grundlegende Fragen einer weiteren Beteiligung der NATO bei der Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte beraten. Konkrete Beschlüsse dazu wurden dort nicht gefasst. Der NATO‐Gipfel in Chicago im Mai 2012 wird sich eingehend damit befassen.
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Minister trifft Ehrenamtliche aus Familienbetreuungszentren
Die neuesten Beiträge über Minister, Staatssekretäre und Generalinspekteur fassen wir an dieser Stelle chronologisch geordnet zusammen.
Ältere Beiträge sind in unserem Archiv im Bereich „Service“ zu finden.
Beiträge aus dem Ministerium

Teil 1: Ausgangslage
Grundlage für die Neuorganisation des Verteidigungsministeriums sind die in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) beschriebenen Grundsätze. Die Aufbauorganisation ist auf die Funktion des Ministers als Mitglied des Bundeskabinetts und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte ausgerichtet.

Die Neuausrichtung des Ministeriums
Bereits im Mai 2011 hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière festgelegt, dass das Verteidigungsministerium zukünftig neun Abteilungen mit rund 2.000 Dienstposten haben soll. Nachdem auch über die Aufgaben des Ministeriums und über die Struktur entschieden wurde, sind jetzt die Feinausplanungen vorgelegt worden. Daraus ergeben sich die Vorstellungen des Ministers wie die Dienstposten konkret auf die Abteilungen, Unterabteilungen und Referate sowie auf die Dienstsitze verteilt werden sollen. Heute ist hierzu das Beteiligungsverfahren eingeleitet worden. Für die Personalvertretungen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums besteht bis zum Abschluss des Beteiligungsverfahrens die Möglichkeit sich einzubringen und Änderungsvorschläge zu machen.

Teil 3: Verteilung auf die beiden Dienstsitze
Das Verteidigungsministerium wird künftig auf die ministeriellen Kernaufgaben konzentriert. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben unterstützt den Minister in seinen Funktionen als Mitglied der Bundesregierung, Spitze des Ressorts und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.

Teil 2: Die Feinausplanung
Nachdem die Aufgaben des Ministeriums bestimmt, die Anzahl der dafür insgesamt benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt und die Struktur entschieden worden sind, galt es in einem nächsten Schritt festzulegen, wie sich die Dienstposten konkret auf die Abteilungen, Unterabteilungen und Referate verteilen. Im Einzelnen ist die Verteilung der Dienstposten wie folgt vorgesehen.

Änderung der Erschwerniszulagenverordnung bringt Verbesserungen
Die Bundesregierung hat am 30. November 2011 Änderungen der Erschwerniszulagenverordnung beschlossen. Damit können deutliche Verbesserungen für bestimmte Angehörige der Marine, der Feldjägertruppe und der Sicherheitsdienste in Kraft treten.

De Maizière traf italienischen Amtskollegen
Verteidigungsminister Thomas de Maizière empfing am 29. November seinen italienischen Amtskollegen Giampaolo Di Paola zu einem formellen Besuch in Berlin.

Wolf: Haushalt 2012 hat Zahlreiche Verbesserungen
Der Bundestag hat in der vergangenen Woche den Bundeshaushalt verabschiedet und somit auch den Wehretat für kommendes Jahr beschlossen. Vorausgegangen waren intensive parlamentarische Beratungen – auch im Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des Bundestages. Staatssekretär Rüdiger Wolf, in der Leitung des Verteidigungsministeriums auch für Finanzen zuständig, sprach mit aktuell über den Haushalt 2012.

Bundeshaushalt 2012 beschlossen
Am 25. November verabschiedete der Deutsche Bundestag den Bundeshaushalt 2012. Im Einzelplan 14 (Verteidigung) sind für die Bundeswehr 31,9 Milliarden Euro vorgesehen.
Wir. Dienen. Deutschland. – die Dolmetscherin
Claudia Baumgartner arbeitet als Konferenzdolmetscherin für Englisch im Verteidigungsministerium. Auch auf internationalem Parkett dient sie Deutschland und gibt ihrem Land eine Stimme.

Active Endeavour ist gelebte Bündnissolidarität
Als „deutlich sichtbares Zeichen der Bündnissolidarität
“ bezeichnete der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey die Operation Active Endeavour. Die Mission begann nach den Anschlägen auf die USA am 11. September 2001 und soll weiterhin mit deutscher Beteiligung das Mittelmeer überwachen. So steht es in einem Antrag der Bundesregierung, der am 23. November im Bundestag debattiert wurde.