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Patenschaft

Die Patenschaft mit der Stadt Ennigerloh

Im Juni 1963 bezogen die ersten Bürger in Uniform Ihre neuen Unterkünfte. Nach kurzer Eingewöhnungsphase ergaben sich die ersten Kontakte zur einheimischen Bevölkerung, was für die Bundeswehr zuerst etwas Neues, Ungewohntes war. Bisher waren Soldaten in Westkirchen nicht stationiert gewesen. Insbesondere über die neuen Mitbürger, die nicht im Kasernenbereich wohnten, ergaben sich die ersten Kontakte.

Schnell wurden sowohl in der Nachbarschaft als auch im Vereinsleben die ersten Freundschaften geschlossen. Mit offenen Armen wurden die neuen Mitbürger aufgenommen, die in vielerlei Hinsicht Anregungen, Hinweise und Lebensarten mitbrachten, die auch heute noch das Gemeinwesen prägen.

Auch in der Öffentlichkeit trat die Bundeswehr immer mehr in Erscheinung. Sei es durch die Teilnahme einer Abordnung beim Schützenfest, die Mithilfe bei der Aktion “Sauberes Dorf” oder die Mitgestaltung des Volkstrauertages. Stets waren Bürger in Uniform hilfsbereit zur Stelle.

Ein gleich gutes Verhältnis ergab sich zu den bis 1989 stationierten Kräften des US-Beratungs- und Sicherungspersonals. Sprachliche Probleme wurden schnell überwunden und eine gegenseitige Freundschaft entstand. Mit der kommunalen Neugliederung und dem damit verbundenen Zusammenschluss wurden alle diese Beziehungen auch auf die neue Stadt Ennigerloh ausgedehnt.

Es verwundert nicht, dass viele Soldaten der in Westkirchen stationierten Einheit aktiv am Vereins- und politischem Leben der Stadt teilgenommen haben. Mehrere Mitglieder des Rates waren Bürger in Uniform und trugen so zur Gestaltung der örtlichen Gemeinschaft in Ennigerloh bei.

Nicht zuletzt diesen freundschaftlichen Verbindungen ist es zu verdanken, dass im März 1992 ein Zuggebäude aus dem Kasernenbereich ausgegliedert und der Stadt zur Unterbringung von ca. 80 Aussiedlern zur Verfügung gestellt wurde.

Dies alles kann sicherlich nur einzelne Schlaglichter zwischen den Beziehungen der Stadt und der Bundeswehr darstellen.

Mit der Begründung der Patenschaft wurden die Kontakte und Aktivitäten zwischen den Bürgern der Stadt Ennigerloh und den Soldaten der 1. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 21 unterstrichen mit der Absicht, die guten Beziehungen zu bewahren und zu fördern.