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Deutscher Soldat in Afghanistan getötet

Berlin – Bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan ist nach einem Bericht von «Bild.de» ein Bundeswehrsoldat ums Leben gekommen. Demnach gab es einen Anschlag mit einem versteckten Sprengsatz auf eine deutsche Patrouille im Norden Afghanistans. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, habe den Tod des Soldaten in einer Sitzung des Verteidigungsausschusses bestätigt. Ein weiterer deutscher Soldat sei bei dem Anschlag schwer verletzt worden.

Bundeswehrreform

Keine Standortschließung nach Rasenmäherprinzip

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat im Zuge der Bundeswehr-Reform angekündigt, es werden “keinen Kahlschlag” und keine Verkleinerung nach dem “Rasenmäher-Prinzip” bei den Bundeswehr-Standorten geben. Die Bundeswehr werde “in der Fläche präsent bleiben”, sagte der Verteidigungsminister vor CDU-Kommunalpolitikern in Berlin. Der Minister bekräftigte, dass Standortentscheidungen erst Mitte nächsten Jahres getroffen werden.

900 Soldaten doch nicht die Untergrenze

Überlegungen, sich künftig auf zehn bis 15 Großstandorte zu beschränken, erteilte er ebenso eine Absage wie der grundsätzlichen Schließung von Standorten, die weniger als 900 Dienstposten haben. Genau diese Zahl hatte Guttenberg allerdings selbst in einer Rede vor der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg im Sommer als Grenze für die Sinnhaftigkeit von Standorten genannt.

Guttenberg denkt über Ministeriums-Umzug nach

Zudem ließ Guttenberg Sympathien für einen weitgehenden Umzug seines Ministeriums von Bonn nach Berlin erkennen. Zwar bekannte der Minister sich grundsätzlich zum Bonn-Berlin-Gesetz, in dem eine Aufteilung der Bundesregierung auf die beiden Städte festgeschrieben ist. Man müsse aber sehen, “wieviel Flexibilitätsspielraum ein solches Gesetz hergibt”, sagte er. Die Bonn-Befürworter warnte er vor Übertreibungen in der Umzugsdebatte: “Es ist ja nicht so, dass Bonn als Standort auszubluten droht.”

Eine unabhängige Strukturkommission hatte am Dienstag einen Komplettumzug des Verteidigungsministeriums von Bonn nach Berlin empfohlen. Derzeit arbeiten noch mehr als 80 Prozent der 3090 Beschäftigten in Bonn. Guttenberg betonte, dass es Bereiche des Ministeriums gebe, die “zwingend in der Hauptstadt sein müssen”. Bei anderen Bereichen müsse man das prüfen. Guttenberg will den Bericht der Strukturkommission bis Januar auswerten lassen und sich dann positionieren.

Quelle: tagesschau.de

Bundeswehrsoldat bei Anschlag getötet

ISAF-Einsatz in Afghanistan

Bundeswehrsoldat bei Anschlag getötet

Bei einem Selbstmordanschlag in Nordafghanistan ist ein Bundeswehrsoldat getötet worden. Das teilte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundestag mit. Nach seinen Angaben erfolgte der Angriff auf die deutsche ISAF-Einheit in der Provinz Baghlan. Weitere sechs Soldaten wurden verwundet.

Im Juli war in Kundus ein deutscher Wachmann getötet worden. Im April starben vier deutsche Soldaten durch Beschuss auf einer Patrouillenfahrt in der Nähe von Baghlan. Ebenfalls im April wurden bei den bislang schwersten Gefechten gegen Aufständische in der Region Kundus drei Bundeswehrsoldaten getötet und acht verwundet. Irrtümlich erschossen Bundeswehrsoldaten bei diesem Einsatz mindestens fünf afghanische Militärs.

In Afghanistan kämpft eine internationale Streitmacht seit neun Jahren gegen die Taliban. Rund 120.000 Soldaten gehören zur internationalen Schutztruppe ISAF, 47 Länder sind an dem Einsatz beteiligt. Mit 78.430 Soldaten stellen die USA das stärkste ISAF-Kontingent. Weitere 22.000 Amerikaner sind im Rahmen der Mission “Enduring Freedom” (OEF) am Hindukusch.

Deutschland ist mit derzeit 4800 Soldaten der drittgrößte ISAF-Truppensteller nach den USA und Großbritannien. Die Obergrenze für das Bundeswehrkontingent beträgt 5000 Soldaten plus einer Reserve von 350 Soldaten.

Quelle: Tagesschau.de