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Einsätze

Ernennung zum Berufssoldaten für Einsatzversehrten

Es ist ein wichtiges Thema und für alle Soldaten von Interesse, deswegen zitieren wir diesen Artikel von bundeswehr.de 1:1

Wenn einem 1.000 Steine vom Herzen fallen – Einsatzversehrter Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr für Tapferkeit zum Berufssoldaten ernannt

Seedorf, 04.04.2012.
Oberstabsgefreiter Maik Mutschke wurde zum Berufssoldaten ernannt. Der Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 373, Oberstleutnant Markus Thiel, händigte in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf während eines Bataillonsappells dem Mannschaftsdienstgrad die Ernennungsurkunde aus. Der 26-jährige Fallschirmjäger war während des Karfreitagsgefechtes am 2. April 2010 bei Isakhel in der Region Kunduz durch Aufständische schwer verwundet worden. Die Ernennung erfolgte auf Grundlage des Einsatz-Weiterverwendungsgesetzes (EinsatzWVG).

„Für mich endet heute erfolgreich ein langer Weg der Bürokratie hinsichtlich meiner Versorgung“, so Oberstabsgefreiter Maik Mutschke. „Dieses positive Ende war am Anfang nicht abzusehen, denn Erfahrungen auf dem Gebiet der Einsatzversehrten hatte so gut wie keiner“, unterstrich der gebürtige Brandenburger. „Mir fallen tausende Steine vom Herzen“, so beschreibt der Soldat sein momentanes Gefühl. „Was geschehen ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Die körperlichen Schäden bleiben, aber die Absicherung meiner Zukunft als Berufssoldat haben mir und meiner Familie wieder Hoffnung verliehen.“ Sichtlich glücklich ist Maik Mutschke auch über die Tatsache, dass seine Eltern und seine Freundin an diesem besonderem Tag dabei sein können.

Gesetz garantiert Weiterbeschäftigung nach dem Ernstfall

Aufgrund des EinsatzWVG haben Soldaten einen Rechtsanspruch auf Weiterbeschäftigung, wenn während eines Auslandseinsatzes die Erwerbsfähigkeit um mindestens 30 Prozent gemindert wurde. Zum neunten Mal wurde auf Grundlage des EinsatzWVG eine Ernennung zum Berufssoldaten vollzogen.
Der Oberstabsgefreite Mutschke wird in der Fallschirmjägerkaserne zum Materialbewirtschaftungssoldaten ausgebildet. „Ich möchte mich hier ausdrücklich für die Unterstützung und die außergewöhnliche Kameradschaft am Standort bedanken. Ganz besonders aber möchte ich mich für den Rückhalt meiner Familie bedanken, ohne diese Unterstützung wäre es noch schwerer für mich geworden“, machte der sympathische Kamerad Maik Mutschke deutlich.

Wichtige Termine

Ende letzten Jahres trat das Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz in Kraft. Neben der Absenkung des für eine dauerhafte Weiterverwendung vorausgesetzten Erwerbsminderungsgrades von bis dahin 50 Prozent auf nunmehr 30 Prozent wurde auch der zeitliche Anwendungsbereich des EinsatzWVG zurückdatiert.
Nach dieser gesetzlichen Neuregelung können auch Betroffene, deren Schädigung durch den Einsatz vor Dezember 2002 stattgefunden hat, einen Anspruch auf Wiedereinstellung haben – unabhängig davon, wann die Schädigung erkannt wurde. Besonders wichtig hierbei: Die Wiedereinstellung muss in diesen Fällen bis zum 12. Juni dieses Jahres schriftlich beantragt werden.

Hintergrund:

Während des schweren Karfreitagsgefechtes vor zwei Jahren gegen afghanische Aufständische bei Isakhel in der Region Kunduz sind drei Soldaten der Luftlandebrigade 31 gefallen. Acht Soldaten wurden verwundet, davon fünf Kameraden schwer. Darunter auch der Oberstabsgefreite Maik Mutschke. Für seinen Einsatz während des Karfreitagsgefechtes verlieh ihm in Berlin am 29. November 2010 der damalige Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit sowie die Einsatzmedaille Gefecht.

 

Anschläge auf Bundeswehr in Kundus – Afghanen verletzt

Kundus (dpa) – Bei einem Anschlag auf eine Bundeswehrpatrouille im Norden Afghanistans sind am Morgen drei afghanische Polizisten leicht verletzt worden. Wie ein Bundeswehrsprecher mitteilte, hatte der Attentäter etwa vier Kilometer westlich von Kundus einen versteckten Sprengsatz ferngezündet, als die Patrouille vorbeikam. Von den etwa 35 Bundeswehrsoldaten wurde niemand verletzt. Der Attentäter wurde festgenommen.Rund 45 Kilometer nordöstlich von Kundus wurde am Morgen außerdem ein Sprengstoffanschlag auf einen Bundeswehrkonvoi verübt. Verletzt wurde niemand.

Deutscher Soldat in Afghanistan getötet

Berlin – Bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan ist nach einem Bericht von «Bild.de» ein Bundeswehrsoldat ums Leben gekommen. Demnach gab es einen Anschlag mit einem versteckten Sprengsatz auf eine deutsche Patrouille im Norden Afghanistans. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, habe den Tod des Soldaten in einer Sitzung des Verteidigungsausschusses bestätigt. Ein weiterer deutscher Soldat sei bei dem Anschlag schwer verletzt worden.

Drei deutsche Soldaten bei Anschlag in Kundus verletzt

Drei deutsche Soldaten bei Anschlag in Kundus verletzt

Kundus (dpa) – Bei einem Anschlag der Taliban auf einen Konvoi der Bundeswehr sind in der nordafghanischen Provinz Kundus drei deutsche Soldaten verletzt worden. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz sei explodiert, als die Militärfahrzeuge vorbeifuhren. Das teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam mit. Die Verletzten würden im Rettungslazarett behandelt. Es bestehe keine Lebensgefahr. Bei einem weiteren Bombenanschlag im Süden des Landes kamen unterdessen zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ums Leben. Das teilte die NATO-geführte ISAF mit. Einzelheiten nannte sie nicht.

Quelle: süddeutsche.de

Erste westliche Armee verlässt Afghanistan

Niederlande ziehen Truppen ab
Abmarsch aus dem Hindukusch: Mit der niederländischen Armee verlassen
die ersten westlichen Truppen Afghanistan. Nach vierjährigem Einsatz in
der südafghanischen Provinz Urusgan sollen bis zum Jahresende alle 1950
niederländischen Soldaten aus dem Gebiet abgezogen sein.

Quelle: Tagesschau.de

Trauerfeier für getöteten deutschen Soldaten.

Rund 600 Trauergäste haben am Freitag mit einer Trauerfeier in der Selsinger St. Lamberti-Kirche Abschied von dem in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten genommen. Unter den Gästen waren auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker, Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und SPD-Chef Sigmar Gabriel. Auch Vertreter der afghanischen Botschaft legten einen Kranz nieder. Hunderte Soldaten und Bürger verfolgten zudem den Gottesdienst auf einer großen Videoleinwand vor der Kirche.
Quelle: Tagesschau.de

Bundeswehrsoldat bei Anschlag getötet

ISAF-Einsatz in Afghanistan

Bundeswehrsoldat bei Anschlag getötet

Bei einem Selbstmordanschlag in Nordafghanistan ist ein Bundeswehrsoldat getötet worden. Das teilte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundestag mit. Nach seinen Angaben erfolgte der Angriff auf die deutsche ISAF-Einheit in der Provinz Baghlan. Weitere sechs Soldaten wurden verwundet.

Im Juli war in Kundus ein deutscher Wachmann getötet worden. Im April starben vier deutsche Soldaten durch Beschuss auf einer Patrouillenfahrt in der Nähe von Baghlan. Ebenfalls im April wurden bei den bislang schwersten Gefechten gegen Aufständische in der Region Kundus drei Bundeswehrsoldaten getötet und acht verwundet. Irrtümlich erschossen Bundeswehrsoldaten bei diesem Einsatz mindestens fünf afghanische Militärs.

In Afghanistan kämpft eine internationale Streitmacht seit neun Jahren gegen die Taliban. Rund 120.000 Soldaten gehören zur internationalen Schutztruppe ISAF, 47 Länder sind an dem Einsatz beteiligt. Mit 78.430 Soldaten stellen die USA das stärkste ISAF-Kontingent. Weitere 22.000 Amerikaner sind im Rahmen der Mission “Enduring Freedom” (OEF) am Hindukusch.

Deutschland ist mit derzeit 4800 Soldaten der drittgrößte ISAF-Truppensteller nach den USA und Großbritannien. Die Obergrenze für das Bundeswehrkontingent beträgt 5000 Soldaten plus einer Reserve von 350 Soldaten.

Quelle: Tagesschau.de